
- 60 Kinder scharten sich um eine 25$ teure Tafel - Der Anfang einer großen Initiative (click&zoom)
Unsere Mitglieder haben starke und vielfältige Bindungen nach Kambodscha – das gilt in besonderem Maße für den Gründer und Vorsitzenden von Sorya, Hi-Khan Truong. Der Hamburger Mediendesigner stammt aus einer chinesisch-kambodschanischen Kaufmannsfamilie aus der kambodschanischen Provinz Kampot.
Als die Roten Khmer am 17. April 1975 Phnom Penh eroberten und das vierjährige Terrorregime Pol Pots einleiteten, floh die Familie nach Vietnam. Am 15. Juli 1977 kam Hi-Khan als viertes Kind auf der vietnamesischen Insel Phu Quoc vor der Küste Kambodschas auf die Welt. Als boatpeople gelang der Familie im Spätsommer 1978 die Flucht nach Thailand. Im Flüchtlingslager von Bangkok warteten sie mehrere Monate auf die Ausreise in die USA. Eine Schicksalsentscheidung des Vaters Su Nghiep brachte die Familie im Februar 1979 nach Frankfurt/Main, wo die Rheinland-Pfälzische Landesregierung 25 Flüchtlingsfamilien willkommen hieß – die lange Odyssee hatte ein Ende.
Die Kindheit verbrachte Hi-Khan mit seiner Familie im Rheinland-Pfälzischen Idar-Oberstein. Nach dem Abitur machte er in Hamburg eine Mediendesigner-Ausbildung und machte sich nach deren Abschluss dort als Art Director selbständig. Im November 2001 besuchte Hi-Khan gemeinsam mit seinem Vater die Heimat Kambodscha. Es war für ihn die erste Reise in das Land seiner Vorfahren. Die Begegnung mit Verwandten vor Ort und der Entwicklungsrückstand motivierten ihn, eine Organisation zu gründen. In die Dörfer am Berg Phnom Chiso verschlug ihn dabei der Zufall – hier ist heute das Aktionsgebiet Soryas.